BAAL LEBT III_____________________________



Pumuckl lebt! Hohe Belili, trittst du womöglich, wer weiß! aus dem
heimlichen Schatten deiner späteren Schwester! Hat womöglich, wer weiß! dein Zürnen ein Ende! aber wäre Pumuckl tot, du bliebest, vergangenen Zeiten treu auf immer, Windsängerin.
Pumuckl ist tot. POP funktioniert nicht. Pumuckl ist tot.
War er womöglich, wer weiß! das lustige Kerlchen mit dem roten
Bauch! Wir mochten ihn womöglich, wer weiß!. Vor die Tore der Städte
gejagt,
sagt man, ufert er aus in die Wälder. Aus den Städten sei er
verschwunden aber mit ihm die Städte. Andere meinen, er sei jetzt
Metzger in Portugal, verheiratet mit einer bösen Matrone, die ihn
langsam vergifte. Immer, heißt es, kenne man ihn noch. Ostwärts
müsse man suchen. Die Beteiligung ist so dünn!!

Könntest Du das Projekt nicht etwas forcieren?
Ist ja schade. Aber eben: wenn nicht mal ich weiß, daß und wo - ganz
zu schweigen von dem Warum - so etwas existiert, wer soll's dann wissen?
Hä?

Sie reden darüber, WO sie suchend darüber reden sollen; sie reden
darüber, worüber sie suchend reden sollen. Fragen womöglich, wer weiß!
nach dem WIE. Das WARUM ist auf der Strecke geblieben. Sie reden darüber, daß es langweilig ist, DARÜBER zu reden. Sie reden über die
technischen Schwierigkeiten, die das Suchen aber Reden erschweren.

Ooops, war ein Versehen... Ich sollte weniger schreiben, mehr
denken... Irgendwie weiß ja sowieso keiner genau,
ob es mich wirklich gibt, oder ob ich nur eine Software bin. Reden sie? Reden sie miteinander? Reden sie aneinander vorbei!,
über einander hinüber! Suchen sie redend nach Pumuckl!

Nein, sie träumen nur.
Martin Luther King hatte einen Traum,
Sweet- Dreams war ein Hit, und ich träume
auch tagsüber oft vor mich hin.

"Selber spiele ich kaum (oder eigentlich: IMMER), weil ich nicht in der
Lage bin, den Ernst des Ganzen soweit anzuerkennen, daß ich
ernstzunehmen wäre (oder es würde). Im Grunde ist das Leben mein Mud... Und ich verbringe ziemlich viel Zeit damit, und es kostet all mein Geld :-)))"
Sie essen das Brot ihrer Rede. Sie wenden (vor Verwunderung in die Kaffeetasse aschend...) die Zunge zur Erde aber sagen: es ist genug. Sie legen die Beine hoch auf die Kanten von Stühlen aber sagen: wir reden darüber und suchen, suchen, suchen. Laßt uns darüber reden, sagen sie. Die Stühle sind echt.
Und die Reden! – (Meist – womöglich, wer weiß! nicht immer – schlecht!)

he, marlboroman, come back to reality it's hard enough!

SIE BESCHWEREN Sich. BURKS meldet sich aber, sagt: ALLES MURKS.
Wer erst HERUNTERLADEN muß aber Formate kennen, ist verloren.
MAN soll es gleich lassen, wenn womöglich, wer weiß! eine Million
zufriedene Leser drohen, die ihre Buchdeckel womöglich, wer weiß! mit dem Meißel aufstemmen zu wollen. Für die Nutzer dieser Dinger vielleicht wirklich ein Grund, über Ersatz nachzudenken. Och, so eine Art Mini-FAQ sollte da auf jeden Fall stehen:
Reden wir - ich, DUIHRERWIRIHRSIE!
Wer macht den Mund auf!
Wer klappt ihn zu!
Wer reicht wem das Ohr (ich guck mich um und kann nichts sehen -
reich mir mal einer ein Streichholz bitte - oder liegen hier
Feuerwerkskörper?)
und wer drückt endlich beide Augen zu!
Hier mein virtuelles Feuer :-) :
Sie (wir) klimpern mit den Fingern auf Tastaturen herum; furios
die einen, stakkato die andern. Dort – das ist: womöglich, wer weiß!
da –
hängend an
künstlichen Drähten, wo früher der Windschatten lag.

Sie reden darüber, wie Einzelne es doch unterschiedlich verstehen,
wenn man darüber redet, aber daß das doch selbstverständlich sei.

Ver-ständlich! Verstehen!
Selbst stehen! Selbst gehen! -
Is ja'n Ding! Im Ernst: ist das nicht klar!

Rufen die einen: Nein, nein!, sagen die anderen: du hast
nämlich recht.

Sie müssen Besprechungen abhalten; sie müssen! Sie besprechen die
Welt. Sie besprechen die Welt – wie sie Warzen besprechen,
Schwarten, das Wachsen der Gräser, den Sturm, das Knicken der Äste im
Wind. Ein schöner Gedanke, aber die Kastanien werden seltener wegen
dem Straßenbau und das Wetter heute war nicht schön... Sie müssen die Welt besprechen. Die Welt! Einem jeden die seine –
perfekt
konfiguriert – aber mir die meine – o Macht über diese eine, meine
kleine Welt! O, Macht, welche Ohnmacht, Hauptsache Wind! Bisserl trocken und nicht eisig kanns aber gerne noch bleiben.. Macht! Macht über ein Auto, Macht über ein Wort, über einen Ort. Am liebsten wäre ihnen (uns!) ein Tier, ein Menschentier, eine Herde auf dem Internet; eine Menschenherde.
Sie analysieren die Probleme -
hervorragend!
Bessere Vorstellung als die, aus einem Klumpen Lehm gepuzzelt zu sein.
Ich habe da so meine eigenen Ansichten...
Mir scheint das ein Fall zu sein bei dem Journalisten den Sprachgebrauch
verwässern. Sie problematisieren alles, was klar ist und luzid. Sie diskutieren Herangehensweisen. Sie bemühen sich um die Verbreitung der Diskurse. Sie – ichDUERWIR – begehen
den Diskurs von unten nach oben – es gibt da, nicht wahr!, es gibt
da ganz sicher ein Oben! – von hier nach dort - von dort nach hier
und wieder zurück. Ein Hin ist zum Her - mit dem ganzen Heer. aber sie – ichDUER – zweifeln an diesem Begehren. Zu recht, zu recht, kennen wir (sie) doch unsere (ihre) Pappen-, Pappenhei-, Pappenschleimer........

Sie werden zu JEMAND, jemand mit Thesen, mit Meinungen, mit Weit-,
mit Weltsichten. Einige werden JEMAND, mit dem zu rechnen ist, der
nicht mehr übergangen werden kann. Glückwunsch. Andere
tragens, erst kürzlich las ich's wieder in einem kleinen Büchlein des
Celan, "wie die Uhr ihre schlechteste Stunde" aber mir gesagt: "sie werfens
nicht fort". Sie werfen was nicht fort? Ihre Weltsichten!
Ihre Ansichten!
Ihre Wünsche! Glückwünsche! Glückwunsch!
Gratulieren!, vielmehr: Kondolieren!
Möglich. Ja. ABER VIELLEichT bin ich MORGEN SCHON ANDERER MEINUNG.
Links, zwei, drei....
und rechtsum –
ein Brei!,
ein Schrei!
Eine neue Meinung.
Wo!, wo! woooooooooooo!

Hier! Gratis. Abnahmeverpflichtung. Lies. Wörter. Wörter.
DU darfst nicht nein sagen. Kein Rückgaberecht!
Oh, das ist mir neu, aber wie es scheint,
kommt man mit freien und unüberlegten Sachen immer
wieder auf interessante Zusammenhänge! Neue Texte, die bei anderen zu neuen Meinungen führen und weitere Texte hervorrufen. So wenig. Zu wenig. Selten.
Ganz, ganz rar. Aber: GE-SUCHT!
Sie - wir - graben, grübeln nach Futter für die Suchmaschinen.
Ab-
Fall. An-Fall – Such-
Fall. Seuchenfall.
Fall endlich, fall -
den neuen Texten zu!
Die neuen Texte haben keinen Sinn, denn sie existieren als
Sätze oder Ab-Sätze. Sie leben entlang den STich-Worten.
Aua! Es sticht! Das Wort, das Stichwort - das führt zu Mord.

SINN und Wahrheit sind hinfällig, sagt einer, der darüber redet.
Wir werfen sie in die Luft, die Wahrheit; wir tun, als spielten
wir mit Münzen. Heut' gilt die Zahl; mit dem Kopf hoab i heit
nix am Hut!
Wir - ichDUERSIEWIR - (ver) werfen den SINN, verwirren das Wort.
Wie wär's mit einem erneuten Versuch einen Wandertext zustande zu
bringen? Wir sind selbst Verwerfung, verwirrt, verirrt, fragen nix,
wissen bloß schon mal, aber wollen nicht wissen, denn sagen SIE,
Pumuckl LEBT, fragt!, ihr werdet zu deuten sein. Ihr!
Und Netzliteratur!
Netz
li
ter(r)a
tur.
Netzlitera-
tun!
Da, in dem N, dem einen Buchstaben,
liegt der Hund begraben. (and they sing NOR NEY NEVER, NOR NEY
NEVER NO MOOOOORE...) Nero.
Also, mein oben zitierter Text hatte NIX mit Pumuckl zu tun....
Ja, WOZU denn dann der Betreff: Pumuckl! WARUM Pumuckl! WARUM Pumuckl
LEBT!
Warum!!!!
Schade. Haben wir mit Pumuckl womöglich mehr zu tun! Es ist uns womöglich nicht bewußt, aber wir haben mit ihm zu tun - aber wie wir mit ihm zu tun haben! Die entscheidende Frage nämlich ist: Gibt es ein Leben neben dem Darüber-Reden, das sich in Texten schreibt! Wie wär's mit einem erneuten Versuch einen Wandertext zustande zu bringen? Eine lange Weile schon reden Menschen ÜBER. ABER NICHTS GEHT mehr.
Unser Reden aber Meinen bricht in Milliarden Texten über uns herein,
bis auch der letzte Leser genug vom linearen Denken hat. Gomorrha.

Pumuckl FORDERT MENSCHENOPFER,
hervorragend!
Bessere Vorstellung als die, aus einem Klumpen Lehm gepuzzelt zu sein.
Große Belili, wie schön ist das gesagt von den Alten, die Pumuckl
verstoßen wollten in ihrer rührigen Art, freu dich der deinen, aber:
Mehr Menschenopfer fordert der Diskurs. In jedem Darüber-Reden
stirbt ein lebendiges Wesen, das zum Ausdruck drängt zur Diskussion. Denn nebeneinander stehen wir auf den Straßen, Gestalt, an Gestalt. Nie blicken wir auf, nie schauen wir uns an, nie treffen sich zwei Gesichter, nie ist ein Lächeln ausgespannt von Triefnase zu Triefnase. Hi Taschentuch, mein stiller Freund, mein weicher.

Dies sollte halt eine Verbindung zwischen der lexikalischen
Begrifflichkeit und der Frage nach der Verwendung des Begriffs im
Zusammenhang mit Administrativa bilden. Da opfern sich Menschen
auf, sind "administrativ tätig." aber daraus schließen die einen:
Pumuckl LEBT NOCH, während die andern schreien:
Pumuckl IST ÜBERHOLT. Wir haben ihn überholt, überrollt. Wir bringen
uns selbst als Opfer dar. (HÖRST du, Göttin, wir glauben schon
wieder.)

Hörst du?
du
du
du.o.lit.er.al adj.  Consisting of two letters only; biliteral. [L. duo
two + E. literal.]
du.

STIMMT, ABER VIELLEichT bin ich - MORGEN ANDERER MEINUNG,
aber ich bin.
Welche herrliche Vorstellung.
war ja auch meine Idee? ..oder?
Irgendwie weiß ja sowieso keiner genau,
ob es mich wirklich gibt, oder ob ich nur eine Software bin.

Warum sich administrierend opfern!
womöglich, wer weiß bleibt, wie es ist. AM ANFANG DES NETZES STEHT
DAS ENDE DER
BEWAHRER. Während sie – wir! – sammeln, aber ordnen und
administrieren ist alles längst ganz anders geworden, aber das, was
dabei herauskommt, worüber dann zu reden wäre, hat keinen Platz
mehr in der Welt, die auch schon ganz anders geworden sein wird und
tags darauf wieder – bis dann der Tag überhaupt womöglich, wer weiß!
nicht mehr aufgeht, - aber das alles wissen wir schon. Was wissen wir schon!

Daß es so viel angenehmer ist, von jemand anderem als sich selbst
administriert, aber kontrolliert zu werden; es ist soviel besser
von einem anderen als sich selbst unterdrückt, ausgebeutet,
verfolgt, manipuliert oder was es da sonst noch so alles gibt,
zu werden, daß *man* sich im allgemeinen kaum mehr Gedanken
darüber macht, was man selbst täte, wenn man in dieser oder jener
Lage wäre. Selbst wenn man in der Lage wäre. Selbst wenn man in
die Lage käme. Wenn. Wäre.

Die Beschleunigung wirkt auf menschliche Gemeinschaften wie die
Bombe, sagt Virilio – aber schafft sich umgehend einen
ISDN-Anschluß
an. Ob jemand nun weiß, welche Bedeutung Pumuckl noch hat, ist
hierfür
gar womöglich, wer weiß! mal relevant, oder!

Oder - was! (Wozu das Oder! Und warum!)

Wüßten wir es, wüßten wir, daß Gemeinschaft womöglich, wer weiß! aus
Diskursen
wächst. Wüßten wir vom Leben jenseits der Diskurse, wären unsere
Gemeinschaften nicht so leicht zu sprengen. Wüßten wir
vom Leben jenseits der Gemeinschaften, kämen sie vielleicht gar nicht vor.
Die Gemeinschaft wurde von der Gesellschaft abgelöst, die Gesellschaft
von der Masse. Die eine Hälfte der Masse – Masse ist Masse –
umkreist die andere Hälfte der Masse. Aber dann endlich ist der
Käse fertig und wir sind mitten im XXI. Jahrhundert, aber individuell, dann
plötzlich, vielleicht, viduell, visuell. Oder nur noch virtuell.

Vorsicht, warnt Virilio aber, hebt mahnend den Finger, denkt an die
Beschleunigung, die Anziehungskraft - den Zusammenprall.

Wir prallen womöglich, wer weiß! zusammen. Der Net-Lag steht zwischen
uns. Unsere
Daten kreisen um die Erde, aber bemühen sich, unsterblich zu werden.
So unsterblich wie die halbleere Flasche mit Kunstharz-Verdünner
auf der Sondermülldeponie. Das ist womöglich, wer weiß! (nicht) etwa zynisch,
sondern
macht riesig
Spaß. Es ist das Spiel der Friedlichen, derjenigen, die noch immer
jedes Massaker im Real Life entschlossen meiden. Wir meiden uns
schon weit im Voraus, halten den Mitmenschen und seine
unermüdlichen Lebenszeichen auf Mausklickdistanz – klick aber weg,
Löschtaste, wie Olli sagt. Da ist kein Platz für ein Massaker. Wir
massakrieren einander womöglich, wer weiß! mit Gabeln, Messern; wir
massakrieren
einander mit Worten, denn

Pumuckl FORDERT MENSCHENOPFER

Der Autoverkehr fordert mehr Menschenopfer. aber er ist eine
Täuschung: Während das Individuum sich womöglich, wer weiß! bewegt –
es bewegt sich doch, das Individuum, denkt nur an das Gaspedal, die Kupplung, die Bremse – wird es technisch gestützt von einem Ort zum andern getragen, gefahren. Eine Sackgasse, wie so vieles. Ein Opfer ohne
Erfüllung. Genau das hat Virilio vor zehn Jahren gesagt.
Redet er nur oder geht er zu Fuß! Hat seine Bahncard eine
Zahlungsfunktion! Fahren noch Züge! – Aber, aber Virilio, macht
Züge – Schlacht- aber Schachzüge.

Pumuckl amüsiert sich köstlich. Er thront über uns. Zeckenhaft,
prallvoll. Wir liefern ihm den Nährstoff. Für uns gibt es
kein Entrinnen, Pumuckl hat uns alle in seinen Fingern – keiner,
außer einem, kehrt zurück, um uns hinter vorgehaltener Hand zu
erzählen:

Eine kleine silbern glänzende Träne schlängelte sich wie eine
lebendig gewordene Laufmasche durch die Runzeln im Angesicht
der Alten Hexe, schimmerte noch etwas im Abglanz der fetten
Wachskerze und verschwand, unsichtbar wie sie entstand, in der
Halskrause von Mimh.

"You ain't got drunken if ya aim drink water" pfiff ich, parkte
Mithras in einer Staubwolke aus Blut Schweiß und Tränen vor
dem Tipi der Alten Hexe, schlang mein Halstuch um die Hörner
und bog dem Vieh den zotteligen Kopf in die Halteschlaufe vor
Mimh's Unterkunft.

Sicherheitshalber linste ich - ihr wißt es, nur mein kranker Geist,
noch mal um die Ecken der Wahrnehmungswirklichkeit
und schälte mich durch den Zeiteingang.

"Salz aber Brot, Siegel der Kunst," sprach ich, wissend, ich (und Oskar
!) bin nur mein kranker Geist,
und wir beide sind ich, die vor ihrer
Apfelsinenkiste kauernde Alte an.
"Du! Du wagst es, nach all den Äonen noch einmal hier
aufzutauchen!" fauchte die Alte, schoß mir einen undefinierbaren
Blick in die Iris, aber traf den Augapfel.
( [Ist übrigens jemand klar, wie ich die Dinger bastle?]
Mühsam? /es geht.)
Schnitt.
"Wo ist Pumuckl!" fragte ich.
"Armer Irrer" murmelte sie, "hast Du noch womöglich, wer weiß! genug!"
aber ich
insistierte weiter:
"WO IST Pumuckl!"
Die Alte zuckte nur mit den kümmerlichen Schultern, fischte
nach der Glaskugel, rieb mit ihrem blödsinnigen Ritual die
Kugel blank, stöpselte die als Ohrgehänge herunter baumelnden
Fischzeichen in die Ohren und begann:
"Haraumann, saurias, te deo trau rigas", murmelte, "de siris",
murmelte, "Saurius", aber ihr Gesicht verschwand hinter einem Vorhang
von Tränen. ich, in Trance, die Kugel glimmte in trübem Rot, der
Tanz begann...
Er kann noch einmal beginnen:
(war ja auch meine Idee? ..oder?)
Das gehört sich so. An unseren Göttern sollt ihr uns erkennen.
Sie – die Andern! Wir! – reden aber bloß, sie reden sich bloß,
während sie über uns thronen aber sich ernähren.
"Friß Kreide, Pumucklsjünger, schau auf den Boden, nimm den Spieß
und träufle das Fett – halle-, harelulla, Abdulla, fett sind die
Jahre, verbrannt die Haare! – verknöchert die Zeiten! Ja,
verknöchert endlich die Zeit! – Mein Reich ist Frucht, mein Arm
ist Rede, mein Lohn der Tod." Sie wandte sich ab von dem Feuer,
wandte sich ab, wandte sich mir zu – "Nun, du Irrer, findest Du
Pumuckl!"
Hinter dem Laufmaschenvorhang glänzte das Faltengesicht der Alten
auf blutroter Firnis.
"Hexen fressen! Komm, geh TANZ!"
ich wirbelte mit meinen nackten Füßen den Staub der Jahrhunderte
durch das Zelt der Hexe, wurde schneller, noch schneller – und
bewegte mich womöglich, wer weiß!.
Pumuckl reichte mir eine frische Leber. Ich (und Oskar !) bin nur mein
kranker Geist,
und wir beide sind ich. aber ich (und Oskar !) bestand auf Apfelschnitz
und Zwiebelringen. Pumuckl feixte: "Zuletzt – Hand und Fuß werden
dann schon gegessen sein – wird die Zunge zur letzten Speise. Und,
Astern unter den Zähnen, zwischen den tönernen Scherben der
Schädel blühen endlich die Ohren."

Vor dem Zelt zerrte Mithras an seiner Leine.

Oh, Das ist ein neuer Gedanke, der mich jetzt wohl
die nächsten Wochen schwängern wird..., aber wie es scheint,
kommt man mit freien und unüberlegten Sachen immer
wieder auf interessante Zusammenhänge!

Zerrte er!
Zerrt er noch!
Und der Tanz!, hat er begonnen!, ist er wie im Traum ganz einfach
zerronnen!

Sei's drum, er erzählte – und schloß
VIELLEichT SCHON ANDERER MEINUNG:
Das ist ein neuer Gedanke, der mich jetzt wohl
die nächsten Wochen schwängern wird...

Diese Möglichkeit ist gegeben. Der Gegenstand bleibt derselbe,
aber ich (und Oskar !) gehe weiter, wechsle den Standort (Sitzort) aber
damit tun sich mir neue Perspektiven auf.

Oh, das ist mir neu, aber wie es scheint,
kommt man mit freien und unüberlegten Sachen immer
wieder auf interessante Zusammenhänge!

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Guido Grigat