KommentarAm Dienstag letzter Woche erhielt der Frankfurter Eichborn-Verlag Post aus Berlin. Eine Einstweilige Verfügung. Das dortige Landgericht erliess diese auf Antrag der Islamischen Föderation Berlin e. V. und untersagt dem Verlag den weiteren Vertrieb von Udo Ulfkottes Buch "Der Krieg in unseren Städten". Grund für den Rechtsstreit ist die darin erhobene Behauptung, die Islamische Föderation sei ein Landesverband der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG). Es geht nicht um den Inhalt des Buches von Udo Ulfkotte, um die Seriosität letzteren oder um Unter- und / oder Übertreibungen, sondern einzig und allein um Meinungsäusserungs- und Pressefreiheit. Es geht einfach nicht an, dass jeder, der sich im deutschsprachigen Raum kritisch mit dem Islam und den Islamisten befasst, mit Hilfe von Lug und Trug zum Schweigen gebracht wird. Klar, das betrifft in erster Linie Deutschland. Aber wie steht es in der Schweiz? - Ist die Justiz hierzulande "aufgeklärter" - oder verhält sie sich analog zu Deutschland, weil Deutschland ein EU-Land ist und damit Vorbildcharakter hat? Jedem, der die Freiheit des Wortes (auch dasjenige
***************** Sicherheitskopie von Dieses Buch wird bald ein Sammlerobjekt sein.
„Der Krieg in unseren Städten“, erschienen im Frankfurter
Eichborn-Verlag und geschrieben vom Redakteur der „Frankfurter Allgemeinen
Zeitung“, Udo Ulfkotte, darf seit vergangener Woche nicht mehr ausgeliefert
werden. Es beschreibt, wie islamistische Extremisten Deutschland unterwandern.
Nach außen tarnen sie sich als wohltätige Spendensammler, predigen
religiöse Toleranz und den Dialog der Weltreligionen. Tatsächlich
– so Ulfkotte – sind sie eine gut getarnte Untergrundarmee,
die sich zum Angriff auf den Rechtsstaat rüstet mit dem Ziel, einen
islamischen Gottesstaat zu errichten. Die Verbindungen reichten zu gewalttätigen
und terroristischen Organisationen wie der ägyptischen Muslimbruderschaft,
zu Hamas und Hisbollah, Al Qaida und den Attentätern von New York,
Washington und Djerba. Diese Darstellung gefiel zahlreichen islamischen
Vereinen, Organisationen, Firmen und Privatpersonen nicht. Sie überzogen
Autor und Verlag mit Klagen. Zunächst erreichten sie mit einer Einstweiligen
Verfügung das Verbot einer Neuauflage. Nun wurde auf Antrag der Islamischen
Förderation in Berlin auch der Vertrieb der bereits gedruckten Exemplare
untersagt. Ein abgesetzter Film Schwarze Listen Inzwischen gibt es eine Organisation mit dem Namen „MuslimRecht“, die gegen Kritiker Kampagnen organisiert. Vorbild ist die US-Organisation „CAIR“ (Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen). Sie prangert anti-islamische Vorfälle an und attackiert Christen, die dem Islam eine Gewaltbereitschaft attestieren, wie den Evangelisten Franklin Graham, Sohn von Billy Graham. Er hat den Islam öffentlich als „bösartige“ Religion bezeichnet und sich dafür sogar einen Rüffel der Evangelischen Allianz eingehandelt. Bezeichnend: Graham steht mit seinem Hilfswerk „Samaritan’s Purse“ (Geldbeutel des Samariters) auch Armen im Irak und anderen islamischen Ländern bei. Zurück zu CAIR: Es verfügt über drei Dutzend Angestellte und ein Netz von Juristen. Das möchte „MuslimRecht“ auch in Deutschland aufbauen. In der Selbstdarstellung der Organisation mit Sitz in Hamburg heißt es, man wolle „ein positives Bild des Islam und der Muslime in Deutschland fördern“. Doch wer sich durch die Internet-Seiten durcharbeitet, bekommt ein weniger freundliches Bild von den Aktivitäten des Vereins. Da gibt es eine Rubrik „Schwarze Liste – Vertreter der Intoleranz“, wo erklärt wird: „MuslimBoykott hat zum Ziel, intolerante und islamfeindliche Personen und Organisationen aufzulisten und sie einer breiten Masse publik zu machen.“ Außerdem wird zum Boykott von 251 Produkten aufgerufen, die angeblich US-amerikanischen oder britischen Ursprungs sind, wie Milka, Ariel, Chiquita, Frolic Iglo, Jacobs, Onko und Coca-Cola. E-Mails gegen „Phoenix“ Von „MuslimRecht“ wurde auch eine Kampagne gegen den Film „Wir wollen den wahren Islam – Junge Muslime in Deutschland“ des evangelischen Pastorenehepaares Gisela und Udo Kilimann organisiert. Die Produktion lief bereits im September im WDR-Fernsehen und sollte bei Phoenix am 19. Januar wiederholt werden. Ein muslimischer Student, der in dem Film zu Wort kam und dem Verbindungen zu islamistischen Organisationen nachgewiesen wurden, fühlte sich diffamiert und beantragte eine Einstweilige Verfügung gegen den Sender. „MuslimRecht“ rief zu Protest-E-Mails auf, die den Sender offenbar beeindruckten, da sie offensichtlich nicht nur Kritik, sondern auch handfeste Drohungen enthielten, die nach dem 11. September 2001 niemand mehr auf die leichte Schulter nimmt. Die Sendung wurde abgesetzt. Sie wurde zwar kurze Zeit später doch ausgestrahlt, doch der Vorgang zeigt, wie leicht sich Medien einschüchtern lassen. Journalistin am Pranger Am Pranger von „MuslimRecht“ landete auch die Redakteurin des Evangelischen Pressedienstes, Gisela Zabka. Grund war ein Interview mit einer Filmautorin des Hessischen Rundfunks über die Reaktionen von Moslems auf ihre Arbeit. Esther Schapira hatte versucht, die Hintergründe des Todes eines 11jährigen palästinensischen Jungen aufzuklären. Der Junge wurde der Weltöffentlichkeit als Opfer des israelischen Militärs ausgegeben, als er in den Armen seines Vaters starb. Doch Schapira nannte Anhaltspunkte dafür, daß der Junge auch von Palästinensern getötet worden sein könnte. Auf den Film folgten Beschimpfungen und Drohungen muslimischer Zuschauer. Palästinenser beschuldigten Schapira, einen „Märtyrer“ (den 11jährigen Jungen) und damit alle Muslime beleidigt zu haben. Sie hätte sich die Konsequenzen vorher überlegen müssen. Die Journalistin konnte zeitweilig nur unter Polizeischutz auftreten. Als der Film im Jüdischen Museum in Frankfurt am Main vor Schülern gezeigt wurde, gab es vermehrt Absagen von Schulen, die eine Führung gebucht hatten – aus Angst vor islamischen Attentaten. Zu viel entschuldigt Schapira ist überzeugt, daß viele Medien wegen des Wunsches nach einer funktionierenden multikulturellen Gesellschaft zu viel entschuldigt und tabuisiert haben. Kritik übt sie auch am Leiter des Hamburger Orient-Institutes, Udo Steinbach, der palästinensische Selbstmordattentäter mit Kämpfern des Warschauer Ghettos gleichsetzte und in seinem Institut auch Islamisten beschäftigt. Zu den Kampagnen von „MuslimRecht“ gegen Journalisten sagt sie: „Islamistische Einschüchterungskampagnen können Erfolg haben, gerade weil sie so diffus sind. Allein die Möglichkeit, selber ins Schußfeld zu geraten, erhält plötzlich eine ganz neue Bedrohungsqualität. Jeder kann gemeint sein, der zum Feind definiert wird, eine Person, ein Sender.“ Da die epd-Redakteurin Zabka so kritische Fragen zur Einschüchterung von Journalisten aufwarf, zog „MuslimRecht“ folgendes Resümee: „Frau Zabka ist hier eindeutig zu weit gegangen. Der Versuch, die hier lebenden Muslime pauschal zu diskriminieren, Ängste in der Bevölkerung zu schüren und MuslimRecht als islamistische Organisation abzustempeln, ist inakzeptabel und wird von uns auch in Zukunft geahndet werden.“ Das klingt bedrohlich, denn für Bestrafung sind hierzulande immer noch Gerichte zuständig und nicht muslimische Organisationen. Wie bei der Mafia Die Gesellschaft scheint sich daran zu gewöhnen, daß Kritik am Islam nur noch unter Vorsichtsmaßnahmen vorgetragen werden kann. Esther Schapira hält eine solche Gewöhnung für verhängnisvoll: „Wir erreichen sonst einen Zustand wie in Italien, als es darum ging, über die Mafia zu berichten. Und wo Journalisten sich irgendwann nicht mehr getraut haben, offen zu berichten, weil sie wußten, daß sie ihr eigenes Leben gefährden. Dies darf in einer Demokratie nicht zum Normalzustand werden.“
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