Rede von Michael Moore anlässlich der Oscar-Verleihung 2003

(und hier geht es zum Brief von Michael Moore an Bush)

Der "Oscar" wurde Michael Moore verliehen für «Bowling for Columbine». Der Film klagt die Waffenlobby in den USA an und beschäftigt sich einmal mit den Folgen exzessiven Waffenbesitzes und einmal mit jenen der konservativen Sozialpolitik.

"Whoa. Im Namen unserer Produzenten Kathleen Glynn und Michael Donovan aus Kanada möchte ich der Akademie danken. Ich habe alle mit mir Nominierten eingeladen, mit uns auf die Bühne zu kommen, und wir möchten gerne... Sie sind hier, solidarisch mit mir, weil wir Nicht-Erfundenes (Nonfiction) mögen. Wir mögen Nicht-Erfundenes, und wir leben in erfundenen Zeiten.

Wir leben in einer Zeit, in der wir erfundene Wahlergebnisse haben, die einen erfundenen Präsidenten wählen.

Wir leben in einer Zeit, in der wir einen Mann haben, der uns aus erfundenen Gründen in den Krieg schickt.

Ob es die Erfindung von Klebeband ("duct tape") oder die Erfindung von Alarmstufe Orange ist - wir sind gegen diesen Krieg, Mr. Bush! Schämen Sie sich! Und jedes Mal, wenn Sie den Papst und die Dixie Chicks gegen sich haben, ist Ihre Zeit abgelaufen..."

An dieser Stelle wurde Moore vom Orchester unterbrochen. Dennoch werden die folgenden Worte so leicht nicht in Vergessenheit geraten: "We are against this war, Mr. Bush. Shame on you, Mr. Bush. Shame on you. Auf gut Deutsch: Wir sind gegen diesen Krieg, Mr. Bush. Schämen Sie sich Mr. Bush oder «Schande über Sie, Mr. Bush, Schande über Sie!» - Danke Ihnen vielmals."

Moore erntete für seine harten Worte etwas Applaus und viele Buh-Rufe.

Im anschliessenden Interview fragte der Reporter Michael Moore, warum er das gesagt habe.

Moores lakonische Antwort lautete: "Ich bin Amerikaner!"

 

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