Tödliche Aktien

von Michael Ridpath

Der Top-Trader Mark Fairfax ist zufrieden mit seinem Job bei Harrison Brothers in der Londoner City. Er jongliert mit Millionenbeträgen - und das macht ihm Spass.

Richard Fairfax hat "Bondscape", eine geniale Software gepaart mit superschneller Hardware für den Börsianer entwickelt, und seinem Bruder Mark zum Ausprobieren geliehen. "Bondscape" verschafft Mark den Vorsprung, den er an der Börse unbedingt braucht, um gezielt und nicht nur spielerisch Gewinne zu erwirtschaften.

Während Mark sich mit seiner Freundin Karen und "Bondscape" vergnügt, wird Richard im hohen Norden vor den Türen seiner Firma ermordet. Bald stellt sich heraus, dass Richards Firma, die bereits als "Microsoft" des 21. Jahrhunderts gefeiert wird, in finanziellen Schwierigkeiten steckt.

Mark lässt sich beurlauben, reist nach Schottland und wird dort mit der virtuellen Realität, den neuesten Forschungsergebnissen aus dem Cyberspace, mit manipulierten Aktien, der Sorge von Arbeitnehmern um ihre Arbeitsplätze und einer gewaltigen, zum Teil künstlich herbeigeführten Schuldenlast konfrontiert.

Mit "Tödliche Aktien" versucht Michael Ridpath dem Leser einen Eindruck von virtueller Realität und dem derzeitigen Stand einer Technologie, mit der wir uns wohl alle befassen müssen, zu vermitteln. Über weite Strecken gelingt ihm dies fast schwerelos; an andern Orten sucht er die Schwierigkeiten, welche das Schildern dieser Technologie macht, mit einer spannenden Story, die sich um Liebe und Hass, Tod und Versöhnung dreht, zu überbrücken. Und das, so scheint es mir, gelingt ihm auch...

Oktober 1998

 

 

 

 

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