"Ein runherum tolles Land"

Frank McCourt

Frank McCourt wurde 1930 in den USA geboren, wuchs in Limerick auf und lebt heute in NewYork. Für "Die Asche meiner Mutter", erschienen bei Luchterhand 1996, hat er den Pulitzerpreis erhalten. Das Buch wurde verfilmt - doch der Film reicht bei weitem nicht an das Buch heran.

"...ein rundherum tolles Land", stellt Angela McCourt nach ihrer Ankunft im Amerika zu Beginn der 60iger Jahre, fest. Und diese Aussage wurde zum Titel der Fortsetzung der Geschichte "Die Asche meiner Mutter".

Einem Priester, den er während der Überfahrt kennen lernt, hat McCourt seine erste Stelle als Hoteldiener in den USA zu verdanken. Er wechselt den Job, wird Hafenarbeiter, treibt sich in den Docks und den Kneipen herum und landet schliesslich bei der Army, die ihn nach Deutschland schickt.

Und bei der Army, man hat den Eindruck: am richtigen Ort, lernt McCourt das echte Leben kennen - und tippen, was ihm sowohl während seines Studiums als auch beim Unterrichten seiner Schüler zugute kommt.

McCourt erzählt seine Lebens- und Leidensgeschichte mit einer derart traurigen Leichtigkeit, dass keiner weiss, ob er nun in Gelächter oder Tränen ausbrechen soll. McCourt ist ein echter Seanchie.

Es müsste viel mehr solcher Bücher geben. Oder mehr McCourts!

 

 

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