Im Spiegel der Möglichkeiten

Abenteuer um Realität und Virtualität, Bewusstsein und Menschsein
von Karl-Josef Durwen
edtition tertium 2001

Der Autor hat Descartes "Cogito ergo sum" erweitert mit "Ich bin, also habe ich Möglichkeiten". Und um letzteres dreht sich die Geschichte.
Die beiden Mädchen Elena und Iris lesen "Sofies Welt", führen ein alltägliches Familienleben, gehen zur Schule, lernen, verfolgen am Fernsehen die einzelnen Starwars-Episoden, teilen Freud und Leid und beschäftigen sich eingehend mit dem Computer und dem Internet. Sie zappen sich, um es locker auszudrücken, durch die Welten und machen sich mit UREDA vertraut. Als Iris und Elena betreten sie ihr Zimmer, schalten den PC ein, verbinden sich über Modem mit dem Netz, tauchen in die virtuellen Welten ein, verwandeln sich in Siri und Alene, die, wie Sophie in "Sophies Welt", in einem Turmzimmer leben, sich mit "den Grossen Geistern" der Vergangenheit auseinandersetzen, Fragen stellen, nach Antworten suchen und letztere finden. Sie stoßen auf Wendur und dieser wird zu ihrem Führer durch die Geschichte und die Geschichten, die sich in den virtuellen Welten abspielen. Logisch, dass es zu abenteuerlichen Begegnungen mit Sokrates, Einstein und andern großen Geister kommt. Philosophie und Naturwissenschaften auf engem Raum; die Anspielungen auf Hyperkommunikation kommen nicht zu kurz und die gesamte Bandbreite der Zukunftstechnologien spielt eine, wenn auch marginale, Rolle.

Die Geschichte ist spannend, sehr lebendig, unterhaltsam und informativ. Nur an einigen wenigen Stellen wirkt sie etwas schulmeisterlich und manchmal wird die heutige Jugendsprache so eindringlich betont, dass sie dem Leser aufliegt wie vor dem Schlafengehen gegessene zu fette Wurst.
Der Autor will mit seinem Buch sagen, dass virtuelle Realitäten existieren seit es denkende Menschen gibt, dass, wer ein Buch zur Hand nimmt und zu lesen anfängt, einen virtuellen Raum betritt, sofern er sich dazu verführen lässt - auch wenn da keiner vom Cyberspace spricht, niemand die 'virtual reality' betont.

Meist ist es nicht so, dass wir uns Geschichten "reinziehen"; es ist eher umgekehrt: Geschichten ziehen uns in sich hinein. Und exakt so verhält es sich mit "Im Spiegel der Möglichkeiten": Die Geschichte zieht nicht nur Elena und Iris in sich hinein; sie veranstaltet dasselbe mit uns.
Karl-Josef Durwen ist promovierter Landschaftsökologe, Porfessor und Dekan an der Fachhochschule Nürtingen und wird als "Pionier der Nutzung von Computern in Umweltschutz und Planung" bezeichnet.

Das Lesen des Buches "Im Spiegel der Möglichkeiten" ist zu empfehlen wie der Besuch von Karl-Josef Durwen's
Homepage http://www.ureda.de

Hier finden Sie ausführliche Berichte über dieses Buch, inkl. Zitate und Diskussionen

Bezugsquellen: http://www.tertium.de

 

 

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