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Leider muss ich sagen, dass mich die Offtopic-Diskussionen
und die oft gewollt-witzigen Schlagabtäusche fast gleich wieder rückwärts
aus der Liste herausgetrieben hätten. Da les ich lieber 3 Zeilen mit
nem Gedanken oder ner Frage drin. Zum Glück bin ich lange genug dran
geblieben um festzustellen, dass tatsächlich auch über Netzliteratur
geredet wird. Nur manchmal redet hier keiner darüber, sonst tut ES
einfach. Dann hast Du Dir ja schon ein umfassendes Bild machen können.
Dazu fällt mir ein: Für Praktiker gibt es sehr viele interessante
*NetArt-Websites*. Wir könnten ja mal einen Katalog anlegen, der gesamten
Dokumente im Netz. Ich meinte tatsächlich das DOCUment-UniVERSE, ein
Labyrinth ohne Eingang und Ausgang. Das ist doch wohl kein zusätzliches
Problem, sondern ein grundsätzlicher Zustand, oder? Hier liegt dann
wohl der Knackpunkt, denn hier wird das eigentlich interessante (und
eigentlich schwierige) unter der Rubrik "eigene Ästhetik/Rhetorik"
zusammengefasst. Jeder Liebhaber dieser neuen Literaturform wird bei
einem solchen Satze mit der Zunge schnalzen - und sowas kannste sicher
von nem pizzaessenden, handyschwingenden Typen an der Ecke pumpen,
aber diese Themen verstellen den Blick auf den Content. Auf jeden
Fall kann ich eines sagen: mir unverständlich ist die vollkommene
Vernachlässigung des Aspekts SPRACHE. Wer hat die ästhetische Authorität
im Netz? Hero!, - sagte in Oldenburg (OLDB), dass aus Netlit nur was
werden könnte, wenn wir anfingen, Nachnamen zu benutzen. Das bezog
sich darauf, dass im Wettbewerb auch 'Nutzseiten' bzw Communities
bewertet werden sollten. Zudem ist Kommunikation ein Überbegriff für
Sprache. Niemand kennt sie. Und wer nimmt uns an der Hand? Robert,
und das OLLi-Team und der BLA. Im einen, ersten, Fall, steht immer
noch der klassische Werkbegriff im Zentrum, im zweiten hat er sich
bereits aufgelöst. Eine gute, angemessene Sprache für z.B. die populäre
netzliterarische Form "Gerücht" ist schlicht die, welche
der Verbreitung dieses Gerüchts dienlich ist und wer zum erlesenen
Kreis der NewtonBook-Menschen gehört, kann unser Heftchen jetzt auch
elektronisch aufm Örtchen lesen. Das ist doch normal gar nicht erlaubt
und da wir ausserstande sind, über Örtlichkeiten und Grenzen hinweg
zu kommunizieren, nähern wir
uns der Möglichkeit einer quasi kollektiv miteinander verkehrenden
Gedankenwelt langsam an. Das liegt am falschen Gebrauch von Sprache
und Denken. Upps, wow, na dann ist mir alles klar, ich kenn mich mit
den Programmen nicht so aus. Im Ernst: was in der Musikszene abläuft
ist faszinierend. Offenbar wollen wir in dieser Liste eine nützliche
Aufgabe erledigen - nicht aber einen Unterhaltungszweck befriedigen.
Sprache ist ein Thema das wohl alle hier interessiert. Zunehmend wortlos.
"KEINE PANIK!" Habe ich bis vor einem Jahr auch noch "gehalten",
dann kam ich aus dem stets prosperierenden Frankfurt (am Main) nach
Görlitz und stelle fest: Es gibt immer Leute, die die Bedienungsanleitung
nicht gelesen haben. Ähm. Könntest du den Wortmarkt etwas präzisieren?
Porno. Das ist ne Dienstleistung: Alle sind Lieferanten, alle sind
Kunden. Irgendwie. WAS GIBT ES DA SCHON BEMERKENSWERTES?????? So ein
kleines handliches Teil hat also eine Menge für sich. Einige der Gedanken
sind ketzerisch, aber mit einem e-book ist das kein Problem. Man kann
gar nicht so schnell sein, dass die Presse nicht schon eher da wäre.
Wandeln wird sich hier natürlich der Gebrauch von E-Mails für den
privaten Kontakt und dann ist da immer noch der entscheidende Punkt:
Geld. Ohne Mailadresse bringt es halb so viel. Guck halt ins Best
of, gell? vorlesen.de ist leider besetzt - mit einem Nullundnix. Wozu
isses sonst da?
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